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Ich weiß, wer ich bin.

Wenn Anpassung dich schwächt

Mich haben schon immer Biographien inspiriert. Dabei ist es mir völlig egal, ob es um historische oder lebende Personen geht, ob die Menschen als erfolgreich zählen oder nicht. Selbst die Geschichte meiner Großmutter inspiriert mich bis heute.
Und deshalb glaube ich, dass auch meine Geschichte inspirieren kann.

Und ich möchte viele inspirieren. Deshalb mache ich bei der Blogparade „Warum ich lange gedacht habe, dass ich falsch bin“ von Daniela Brandl mit. Hier kannst Du mehr dazu lesen.

Sonntage rochen nach Braten, nach Kartenspiel, nach Pflicht.
Die Gespräche drehten sich im Kreis: Schule, (Haus)-Regeln, Ergebnisse.

Alle nickten, lachten, spielten das Spiel. Alles wirkte richtig. Die Gespräche drehen sich um das, was „man eben macht“, und während alle lachten, wuchs das Gefühl, nicht dazuzugehören.

Stell dir vor, du lebst in einem Haus voller vertrauter Gesichter – und fühlst dich trotzdem wie ein Gast, du versuchst, mitzulachen.
Es klappt nicht. Es war, als ob alle dieselbe Sprache sprachen – nur ich verstand sie nicht.

Ich fühlte mich oft, als säße ich in einem Theaterstück, dessen Text ich nie gelernt hatte. Und je mehr ich das spürte, desto mehr glaubte ich: Mit mir stimmt etwas nicht

Ich habe lange versucht, das wegzudrücken und habe mich angepasst. Habe gelächelt, mitgespielt, genickt, funktioniert – aber nicht gelebt.

Und dann gab es diese leise Stimme in mir: Still.
Schmerzhaft. Und immer präsent. Was mache ich hier eigentlich? Warum fühlt sich das alles so… leer an?

Diese unsichtbare Trennlinie zwischen mir und den anderen hat keinen Namen, aber war da. Ich hatte mich so sehr an diese Trennung gewöhnt, dass ich den Schmerz nicht mehr spürte.

Hier kannst Du eine Zusammenfassung anhören.

Ich bin nicht falsch - ich bin anders - nicht besser, nicht schlechter - einfach anders

Bis zu dem Moment, als ich eine astrologische Lesung durch einen fundiert ausgebildeten Astrologen erlebte. Und plötzlich wurde ausgesprochen, was ich mein Leben lang gespürt habe – und plötzlich fiel alles an seinen Platz.

Alle in meiner Familie sind einem bestimmten energetischen Prinzip zugeordnet.

Und ich? Ganz woanders verortet. Und meine Erkenntnis: Ah, deshalb. Ich bin nicht kaputt. Ich lebe nach einem anderen energetischen Prinzip.

Diese Lesung war kein netter Persönlichkeitstest. Sie war ein Wendepunkt.

Weil sie sichtbar gemacht hat, was mein Innerstes schon lange wusste: Meine Andersartigkeit ist kein Makel, kein Defizit. Sie ist meine Wahrheit.

Diese Erkenntnis war keine Theorie. Plötzlich wurde sichtbar, was vorher nur zu spüren war: Ich hatte eine eigene Ordnung, einen eigenen Rhythmus.

Und mit dieser Erkenntnis kam Frieden und eine ganz neue Würde.

Ich ticke anders. Nicht komisch. Nicht falsch. Sondern einfach anders.

Meine Familie bewegt sich in einem System – ich in einem anderen.

Und ich erkannte, das ist keine Trennung. Das ist Weisheit.

Und mit dieser Erkenntnis fiel die Scham ab und die Schwere. Es brauchte keine Anpassung mehr.

Ich begriff, verstand, erkannte – Ich bin richtig, am richtigen Ort, nichts an mir ist falsch.

In diesem Moment begann mein Abenteuer Selbst, eine Erinnerung an mich, einer Rückkehr zu mir selbst.

Zahlreiche Ausbildungen und noch mehr Readings später bin ich gewiss: Die Sterne urteilen nicht. Sie erklären. Sie zeigen nicht, wo du reinpassen musst, sondern welche Schätze in dir angelegt sind. Du kannst sie bergen und dann hast du klare und magische Koordinaten für jedes Leben.

Astrologie in den richtigen Händen ist ein mächtiges Werkzeug.
In meiner persönlichen Geschichte ein Werkzeug der Versöhnung – mit mir selbst, mit der Familie und mit dem großen Ganzen. Heute liebe ich, das bunte Schaf der Familie zu sein.

Ich konnte seither so oft beobachten, das jeder, der sich diesem Prozess des Abenteuer Selbst ernsthaft gestellt hat aufhören musste, sich zu verbiegen. 

Und dann beginnt man, in sich selbst zu ruhen und strahlt die eigene Essenz in die Welt, klar und würdevoll. Und plötzlich ist alles Tun wie aus einem inneren Schwerpunkt auf das eigene Traumleben ausgerichtet 

Heute begleite ich andere genau an diesen Punkt. 

Liebe Grüße und immer weise Entscheidungen

Namenszug Kerstin

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